Dank an das Blindenfussballteam vom LFC Berlin

Liebe Sportsfreunde vom LFC Berlin

Wir, der FC St. Pauli möchten uns auf diesem Wege nochmals für das sportliche faire Angebot bedanken, das Spiel gegen uns am 4. Spieltag nachzuholen. Aus unserer Sicht wäre dies eine schöne Gelegenheit gewesen, zu zeigen, dass es uns vor allem um das Spielen und nicht um starres Beharren auf Formalien geht. Leider wurde diesem gemeinsamen Ansinnen nicht Rechnung getragen. So bleibt nur zu hoffen, dass euer Beispiel Nachahmer findet und auf diese Weise Fakten geschaffen werden können, die das wieder in den Mittelpunkt stellen, um das es uns allen gehen sollte. Den Sport populär zu machen und eine möglichst breite Gruppe von Menschen anzuspornen, sich diesem Sport zu widmen. Entscheidungen wie die gegen ein Wiederholungsspiel sind sicher nicht dazu angetan.

Nicht vergessen werden soll auch das Angebot der Chemnitzer, uns ihren Torwart auszuleihen. Wir haben, im Gegensatz zu den "Verantwortlichen", keine Angst gehabt, dies könnte zu einer Wettbewerbsverzerrung führen. Wir sagen Danke für das Angebot!

Falls ich Jemanden vergessen habe, der uns auch helfen wollte, so bitte ich um Entschuldigung, aber es war doch etwas hektisch und ich habe sicherlich niemanden absichtlich nicht erwähnt.

Axel Eichstädt (FC St. Pauli)

 

DBFL 2010 - 3. Spieltag 08./09.05.2010 in Marburg

FC St. Pauli – Spielbericht von: Sa. BFW Würzburg 0:2 und So. LFC Berlin 0:1

Hallo Freunde des FC St. Pauli!
Um es gleich vorwegzunehmen, Ihr müsst diesmal wirklich stark sein, denn es gibt nicht viel Gutes zu berichten.

Das erste Unglück ereignete sich bereits vier Tage vor unserer Abfahrt. Unsere Kapitänin Katja verletzte sich im Training so schwer, dass sie die Reise nicht mitmachen konnte. Damit waren wir spielerisch und personell schon ordentlich geschwächt, denn unser Kader war auf fünf Feldspieler und einen Torwart geschrumpft. Das bedeutete nur noch einen Auswechselspieler. Die weitere Anreise verlief ohne größere Zwischenfälle und so kamen wir am Samstagmittag in Marburg an. Hier hatten wir, und das ist einer der positiven Punkte dieses Wochenendes, ein sehr gutes Hotel mit Spitzenfrühstück. Darüber hinaus spielte erstmals diese Saison, und das ist ein weiterer positiver Aspekt, Anette Lürding, ehemals FC St. Pauli und jetzt Mainz, bei uns mit. Mainz kann dieses Jahr nicht an der Liga teilnehmen und Anette ist immer noch bei uns Mitglied (sehr treu!). So traten wir gegen Würzburg an. Die erste Halbzeit verlief abwechslungsreich und ziemlich ausgeglichen, doch irgendwie lagen wir zur Pause mit 0:2 zurück. Doch das kannten wir ja schon vom Spiel gegen Marburg und so war noch alles drin, dachten wir...
Kurz vor der Pause hatte unser Torwart Alejandro aber einen Tritt gegen sein Knie bekommen. Dieser erwies sich als so schlimm, dass er das Spiel nicht fortsetzen konnte. Da wir keinen weiteren Torwart hatten und uns nicht erlaubt wurde, das Angebot der Torhüter aus Chemnitz und Berlin anzunehmen, für Alejandro einzuspringen, mussten wir das Spiel mit 0:2 verloren geben. Nachdem Alejandro aus dem Krankenhaus zurück war wurde schnell klar, dass auch nicht an einen Einsatz am Sonntag zu denken war. Doch die Berliner erwiesen sich als äußerst fair und boten an, das Spiel am letzten Spieltag nachzuholen. Statt dessen machten wir ein Freundschaftsspiel gegen Berlin, die mit zwei Torhütern angereist waren und uns einen ausliehen.

Christian wehrt den Ball ab
Christian vor dem eigenen Tor, wehrt den Ball ab, unterstützt von Michael und Axel.

Michael geht zum Ball
Michael geht zum Ball, Anette steht als Anspielstation bereit.

Alejandro hat, nach erster Diagnose eine Knieprellung, aber ob das wirklich alles ist, ist mir heute noch nicht bekannt. Ein Knie ist ja eine empfindliche Sache und ich wünsche ihm auch von hier aus, genau wie Katja, gute Besserung. Es ist zu hoffen, dass die beiden in Hamburg wieder dabei sein können, wenn wir vor Euch allen unser Bestes geben wollen!
Ach ja, auch wenn es ohne Bedeutung ist, gegen Berlin haben wir am Sonntag 0:1 verloren.

Wir sind dann zeitig wieder nach Hause gefahren, um wenigstens noch an der Aufstiegsfeier teilnehmen zu können. Leider konnte ich nicht dabei sein.
Nochmal möchte ich hier meinen Dank und Respekt gegenüber dem sportlichen und fairen Verhalten der Berliner Mannschaft zum Ausdruck bringen. So und nicht anders sollte es im Sport zugehen!!
Jetzt muss sich zeigen, ob das Vorbild der Aktiven auch Eindruck und Einfluss auf die Organisatoren und Leiter der Liga machen wird.

Ich wünsch, aus Hamburg im Juni Besseres berichten zu können.
Bis dahin bleibt oder werdet gesund!

Axel E.

 

 

Letztes Update am 17.05.2010